| HEIMWEBEREI-MUSEUM SCHALKENMEHREN |
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Allgemeine
Informationen Inhalte und Aufgaben
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Geschichte der Heimweberei-Genossenschaft Schalkenmehren e.G. Die Anfänge Als im Jahre 1920 Anna Lehnert (1892 - 1976) als junge Lehrerin an die Volksschule Schalkenmehren versetzt wurde, fand sie ein verarmtes Eifeldorf mit Kleinstbauerntum vor. Ihm galt fortan ihr soziales Engagement. Ihre Idee war es, die einst vorhandene bäuerliche Webtradition wieder zu beleben um durch Selbstversorgung mit Textilien den Familien eine finanzielle Entlastung zu ermöglichen. Als erster machte der Bauer Nikolaus Schommers sen. bei diesem Vorhaben mit. Viele Dorfbewohner standen den Ideen der Lehrerin skeptisch gegenüber, aber die ersten mühevollen Schritte brachten Erfolg, auch Anerkennung andernorts, und immer mehr Bauern stellten unter der kundigen Anleitung Anna Lehnerts qualitativ wertvolle Tuche her. Gründung der Genossenschaft 1926 schlossen sich auf Anregung der Lehrerin 19 Schalkenmehrener Bürger, in der Mehrzahl Bauern, zur "Heimweberei-Genossenschaft Schalkenmehren e.G." zusammen, die den zentralen Garneinkauf und die Vermarktung der Fertigwaren übernahm. Ihre Produkte wurden bald unter der geschützten Markenbezeichnung "MAARTUCH" im ganzen damaligen Deutschland bekannt. Maßgeblichen Anteil hatte Fritz Haupenthal (1905 - 1996), der fast sechs Jahrzehnte mit Umsicht und Tatkraft die Geschäftsführung der Genossenschaft innehatte. Blütezeiten Für viele Bauernfamilien Schalkenmehrens bedeutete die Genossenschaft die wertvollste und zuverlässigste Einkommensquelle. Die 1930er Jahre bedeuteten eine erste Blütezeit. 1941 legten zwei Bauernjungen die Prüfung als Webmeister ab. Der Zweite Weltkrieg brachte zwar eine Unterbrechung, aber unmittelbar nach Kriegsende nahm man mit den heimkehrenden Webern die Produktion wieder auf, wenn auch nur mit bescheidensten Mitteln. Die 1950er Jahre brachten eine erneute Blüte der Genossenschaft, jedoch im folgenden Jahrzehnt wurde die Lage schwieriger. Die damalige EWG förderte nicht mehr das Kleinbauerntum, so dass viele Bauern ihre Höfe aufgaben. Zunehmende Mobilität eröffnete Arbeitsmöglichkeiten auch außerhalb, und die industrielle Konkurrenz wurde immer drückender. Das Ende Obwohl die noch verbliebenen Bauern-Weber ihr Handwerk mit Können und Fleiß ausübten, hatte sich der Genossenschaftsgedanke überlebt. 1983 wurde die Heimweberei- Genossenschaft Schalkenmehren aufgelöst. Das Museum In Erinnerung an die ehemalige "Heimweberei-Genossenschaft Schalkenmehren e.G." (1926 - 1983) hat die Gemeinde Schalkenmehren 1993 ein Museum errichtet, das sich mit der Geschichte sowie der wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung dieser Genossenschaft befasst. Gleichzeitig widmet es der Persönlichkeit der Lehrerin Anna Droste-Lehnert ein ehrendes Andenken. Ausführliche und weiterführende Texte --> siehe Literatur ! |